Andreas Tietz
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Hallo Schmiedemänners,
hier wie gewünscht eine Zusammenfassung unseres Abends am 26. Februar.
Zunächst mal ganz viel herzlichen Dank an M. Ich fand die 
Offenheit und wie Du über Deine Krankheit berichtet hast sehr bewegend 
und empfand es als sehr mutig von Dir.
Ich versuche mal grob zusammen zu fassen, was ich zum Thema Depression 
mitgenommen habe.
Zunächst einmal,  gibt es hierzu wohl nicht "Die Ursache", sondern es 
ist, wie so oft im Leben ein Puzzle aus vielen Teilen.  Neben den "Genen 
und Hormonen" als Ursache,  fiel in den Gesprächen auf, das die 
Vergangenheit wohl oft ein größerer Rucksack als die Gegenwart zu sein 
scheint. Das Hier und Jetzt ist vielleicht manchmal eine zu große 
Herausforderung, weil die Vergangenheit uns noch zusätzlich beschwert. 
Sei es durch Verhaltensweisen, Verbitterung Schuldgefühle...... Ich 
empfand auch, das Schuld oder Schuldgefühle in der Diskussion eine große 
Rolle gespielt haben.
  Ich selbst bin in diesem Punkt Gott eigentlich gerade dankbar, das 
Gott sagt, wir alle sind Sünder, sind schuldig. Es drückt mich nicht 
nieder, sondern ist so befreiend sich deswegen nicht verstecken zu 
müssen, meinem Nächsten besser vergeben zu können (denn ich bin ja 
genauso wenig frei von Schuld). Andererseits kann ich mir der Vergebung 
gewiss sein, wenn ich nur von Herzen versuche das Richtige zu tun. 
Fehler dürfen passieren.
Das war dann auch schon ein erster wichtiger Punkt bei der Frage, was 
kann helfen, mit dieser Situation besser zurecht zu kommen. Aber auch 
das ist wohl ein großes Puzzle. Sehr wichtig ist sicher auch, die 
Bereitschaft die Situation anzuerkennen, ärztliche Hilfe in Anspruchzu 
nehmen, den Mut zur Aufarbeitung zu haben und mein Umfeld danach 
auszurichten.  Und ganz wichtig !: Wer einen wahren Freund an seiner 
Seite weiß, hat dann wohl immer noch viel Glück im Unglück.
Also, so war es von M nicht nur mutig sondern ich denke auch 
ermutigend für viele von uns. Sei es, das wir selber auch so unsere 
Probleme mit uns rumschleppen oder das wir gefordert sind, weil ein 
Nächster unsere Hilfe braucht.
                            Und appropos wahrer Freund - nicht böse 
sein, habe leider Deinen Namen vergessen. Also Herr Waldmensch, ich fand 
ja das Thema zwei des Abends auch sehr interressant. Vielleicht wäre es 
ja mal eine Idee für den Sommer, einen Freitag mit Picknik und kleiner 
Forstführung in Deinen Gefilden zu planen. Falls da jemand bockig drauf 
wäre, könnte Mann ja mal drüber reden.
So, habe fertig, aber keine Motivation mehr für 
Rechtschreibfehlerkontrolle. Tschuldigung.
 
Euch allen noch einen wunderbaren März wünscht  Andreas Tietz