Jürgen Wolfram
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Kurzbericht zum „Männerschmieden“ am 16.05.2014

Dieter Preuß hatte eingeladen, die Sprachheilschule Keilhau zu besuchen. Wir fuhren zunächst mit dem PKW bis unterhalb der Burg Greifenstein. Dort erwarteten uns Dieters Frau und drei junge englische Schwestern der Bruderhof-Glaubensgemeinschaft, um mit uns gemeinsam zu wandern und auszutauschen. Diese drei Schwestern sind in der Schule Keilhau angestellt bzw. zu einem Praktikumserinsatz, wo sie den Schülern z.T. Im Unterricht, aber vorwiegend in der Freizeit beistehen. Die Gemeinschaft lebt nach den Grundzügen der Bergpredigt und teilt alles gemeinsam. Ihre Erziehung ist sehr von den Lehren Friedrich Fröbels beeinflusst.
Vom Parkplatz aus wanderten wir auf dem Fröbelweg vorbei am Fröbelblick zum Baropturm, den wir bestiegen, um die wunderbare Thüringer Landschaft zu bewundern. Unser Blick schweifte über die waldreiche Hügellandschaft und versetzte uns in Staunen, da wir zum Großteil diesen schönen Landstrich noch nicht kannten. Dann ging es weiter nach Keilhau. Dort erwartete uns schon ein Erzieher des Hauses, um uns zunächst die Geschichte der Schule mit Internat kurz zu erläutern und anschließend durch Museum und die Bücherei zu führen. Sehr interessante Einblicke bekamen wir in den Schulalltag und die Zimmer der Kinder und Jugendlichen. Das pädagogische Konzept der Schule ist darauf ausgerichtet, dass die Kinder das theoretische Rüstzeug mit praktischer Anschauung vermittelt bekommen. Dazu bietet die wunderbare umgebende Natur besteVoraussetzungen. Wir würden heute sagen „learning by doing“. Das spiegelte sich auch wider in der Gestaltung des Treppenhauses, das die Kinder und Jugendlichen nach ihren Vorstellungen malerisch gestalteten. Wahre Kunstwerke.
In gemütlicher Runde hörten wir dann den Ausführungen der Schwestern der Bruderhof-Glaubensgemeinschaft zu. Das abendliche gemeinsame Essen rundete den schöne Tag ab. Gefordert wurden wir von den Schwestern dann noch mit einer Aufgabe, die uns alles abverlangte. Ehe wir uns versahen rückte die Mitternachtsstunde heran. Leider konnten wir das unterwegs gesammelte Brennholz nicht mehr am Lagerfeuer entzünden. So ging für uns alle ein wunderbarer Tag mit vielen neuen Eindrücken zu Ende. Mit einem Schriftwort und dem gemeinsamen Vaterunser endete das Treffen.
 
Großen Dank an Dieter Preuß und seine Frau für die Organisation und den Schwestern der Bruderhof-Glaubensgemeinschaft für die uns geschenkte Zeit.
Da noch vieles in Keilhau zu erkunden ist, u.a. die Schmiede, sollten wir nicht zu lange warten, um weiteres zu entdecken und unsere schöne Heimat mit einem neuen Blick zu sehen.
 

Jürgen Wolfram