Enno Pfaffenberger
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Mein Vater - Unser Vater

 
Als Jesus gefragt wurde, wie man denn Beten solle, begann er mit der Anrede Vater. Er verwendete so einen Vergleich zu einer Person, von der auszugehen ist, das sie es gut mit uns meint. Grund genug, das Thema Vater einmal im Männerkreis der Kirchgemeinde zu beleuchten.
Nachdem einige von uns beim Friedensgebet dabei waren, begaben wir uns per Rad oder Auto an den Stadtrand von Saalfeld. Bernd stellte seinen Garten, bzw. den Garten seines Vaters als Domizil für unser Treffen am 20. Juli zur Verfügung.
Nachdem wir uns mit diversem Grillgut gesättigt hatten, setzten wir und in einem großen Kreis zusammen, sangen gemeinsam ein Lied und dann erzählte reihum jeder etwas von seinem Vater, von Erlebnissen mit ihm, und Prägung durch ihn. So erfuhren wir von mehr als zwanzig unterschiedlichen Vätern. Es war eine sehr interessante und sehr emotionale Gesprächsrunde. Wir hörten von guten und weniger guten Vätern, von Vätern die viel und von welchen die wenig Zeit mit ihren Söhnen verbrachten, von pubertären oder ideologischen Konflikten, die man teilweise später lösen konnte. Wir hörten aber auch von unbekannten Vätern, von Großvätern, vom Vater der mehr Freund als Vater ist, wir hörten auch von Schlägen.... Es war beeinduckend, mit welcher Offenheit berichtet wurde.
Als jeder etwas berichtet hatte, war es schon dunkel geworden. Christian führte in seinem Schlusswort den Blick wieder zu Gott. Es ist gut, das wir nicht nur unsere leiblichen Väter haben, sondern auch einen göttlichen, einen vollkommenen, einen, den wir um alles bitten können und der immer Zeit für uns hat.
 
Enno Pfaffenberger