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Männerschmieden
Männerschmieden – ein Gesprächskreis für Männer- trifft sich ca. alle sechs Wochen am Freitag Abend an unterschiedlichen Orten.  Wir sprechen von Mann zu Mann in gemütlicher und offener Atmosphäre über Familie, Arbeit, Freizeit, Politik, Bibel und Glauben. Wir sind überzeugt, dass wir durch Gespräche uns selbst und andere besser verstehen lernen. Wir denken, dass der Austausch positive Auswirkungen auf die Beziehung hat,  in denen wir leben. Der Name ist entstanden bei einer Freizeit, zu der wir tatsächlich geschmiedet haben.
Jeder Mann ist herzlich willkommen.
Kontakt: Pfarrer Sparsbrod




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Männerschmieden im PSW

Auf Initiative von Marcus Goldhahn trafen sich die Männerschmieder am Freitag, 1. März im Pumpspeicherwerk in Hohenwarte.
Unter der sehr sachkundigen Führung von Rainer Helbich und Thomas Schulz durften wir die heiligen Hallen der Energieversorgung betreten. 8 Aggregate in unvorstellbarer Dimension begeisterten die Männer. Die Sauberkeit der Anlagen löste Erstaunen aus. Der Weg führte durch die große Halle mit den Schaltschränken aus dem vorigen Jahrtausend. Alle Tafeln und Schaltelemente sind, obwohl bereits 1966 montiert noch voll in Funktion.
Jedes einzelne Aggregat kann im Generator- oder Pumpbetrieb laufen, je nach Anforderung. Dabei werden ca. 4MW Leistung erzeugt oder verbraucht.
Der Generator, die Pumpe, die riesigen Lager, alles konnte von uns bis in die tiefste Tiefe in Augenschein genommen werden.
Zuletzt durften wir sogar das Allerheiligste, die Schaltwarte betreten. Dort erfuhren wir, dass im ganzen Werk nur 3 Mitarbeiter während einer Schicht tätig sind. Diese müssen alles beobachten, dokumentieren und im Störungsfall eingreifen. Läuft alles normal, liegt die gesamte Steuerung des PSW in „den Händen“ eines zentralen Computersystems. Von Goldisthal aus kommt der Befehl zum Strom erzeugen oder speichern. Dabei läuft alles automatisch ab. Manchmal wird nur für wenige Minuten Energie verlangt oder angeboten.
Früher war der Pump- oder Generatorbetrieb genau nach Tageszeit geregelt. Nachts wurde gespeichert und in den Spitzenzeiten am Tag Strom geliefert. Heute ist durch das Erneuerbare Energie Gesetz alles anders. Die PSW’s müssen sich nach dem Wind und der Sonne richten. Und der weht bekanntlich wie er will.
In einer umfangreichen Präsentation schilderte uns Hr. Schulz im Gemeindehaus in Eichicht noch genauer die Zusammenhänge und Probleme des PSW. Unverständlich blieb allen warum das PSW ein Netznutzungsentgeld bezahlen muss, während Großverbraucher verschont werden Dies wäre eine politische Entscheidung, die die Bilanz des PSW erheblich durcheinander wirbelt.
An diesem Abend durften wir neben interessanten Dingen aus unserer unmittelbaren Umgebung wieder auch die gute Gemeinschaft miteinander erleben.
Schön, dass es das Männerschmieden gibt, wo ganz unterschiedliche Männer an einem Tisch versammelt essen und trinken und über die großen aber auch ganz persönliche Dinge miteinander reden, beten und singen.

 

 
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Hosen tragen wir – aber wie kommen Männer dazu zu?
 
Genauer gesagt zum Thema „Wie kaufen Männer ihre Bekleidung ein?“ trafen wir uns in der zweiten Januarwoche 2013 im Diakonie-Laden in Saalfeld.
Beim gemeinsamen Abendbrot kamen wir über Aussagen wie „Kleider machen Leute“, was sagt die Bibel zum Kleid, zur Frage an jeden einzelnen: Wie kaufst Du ein, wenn Du ein Sakko brauchst oder sonst etwas? Wie machst Du das?
Schnell wurde deutlich, dass sich jeder anders verhält.
Manche können sich auf ihr Gefühl und den im Laufe der Jahre gefundenen Stil verlassen, brauchen eher wenig Beratung, schauen im Geschäft und fragen nur dann nach, wenn sie meinen, sie bräuchten Rat. So also das Gefühl im Laden, erst einmal Ruhe, ich will gucken, aber nicht gleich mit der Frage „überfallen“ werden, was man denn wünsche. Dahinter steckt wohl: wenn ich Beratung wünsche, dann eine seriöse.
Andere: Ich gehe in den Laden, sagen: ich brauche ´ne Hose… Dann noch vielleicht: … die und die Farbe, für den und den Anlass. Aber Hauptsache: schnell die „Sache“ durchziehen und wieder weg. Das Ganze ist eher lästig.
Die eigene Frau in dieser Geschichte spielt beim Kaufen der Bekleidung eher eine geringe Rolle. Eine gewichtige Rolle spielt sie aber dann, wenn es zum Beispiel um die Auswahl der Bekleidung geht, so zu welchem Anlass ziehe ich was an? Nehme ich Rücksicht auf ihre Meinung, verlasse ich mich darauf? Oder kommt es mir vor allem darauf an, dass ich selbst mich wohl fühle? Auch das alles kann dann zum Kauf von Bekleidung führen.
Ganz wenige ziehen im Berufsleben das an, worin sie sich wohl fühlen, aber - und nicht nur dann – mit Stil angezogen.
Bei Sportbekleidung komme es auf Funktionalität an.
Eine große Rolle spielte die Frage der Schuhe und dabei vor allem deren Qualität und deren Preis. Hier war wohl Konsens, dass Qualität entscheidend sei, nicht so sehr der Preis.
Letztlich betonten viele, dass Qualität für sie wichtig sei.
Zum Abschluss sprachen wir noch lange, was die Männerschmieden dieses Jahr planen, auch zu den Themen, wie können wir jemanden wieder einbeziehen, der lange nicht da war; welche Themen können wir behandeln (auch, um uns „einzumischen“).
Das nächste Treffen der Männerschmieden findet (voraussichtlich) statt am Freitag, den 01. März 2013. Kontakt über Pfarrer Christian Sparsbrod, Telefon: 03671-4559431.
 
Ortgies Finke

 
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Männerschmieden trifft Gewaltlos leben
 
Dass in Langenschade beim starkem Wind der Strom wegbleibt, scheint nicht selten zu sein. Denn kurze Zeit, nachdem sich die Männerrunde im "Roten Loch", dem Erdgeschossraum des Langenschader Kirchturmes versammelt hatte, wurde es dunkel. Zwei gute Geister aus dem Gemeindekirchenrat, die im Nachbarhaus wohnen, kamen alsbald herbei mit einem Schwung Kerzen, die für den Rest des Abends eine vorweihnachtliche Atmosphäre zaubern sollten.
 
Mit Wolfgang Relius und Gabi Tinz von der 1984 gegründeten Gruppe "Gewaltlos leben" hatten wir diesmal zwei Gäste, die sowohl über die Vergangenheit dieser basisdemokratischen Gruppe berichteten, als auch über deren Gegenwart. Die Gruppe kümmert sich seit Jahren um bosnische Kinder, begleitet diese durch regelmäßige Kontakte, gegenseitige Besuche und Geld.
 
Warum macht ihr das? Wo kommt "Gewaltlos leben" her? Warum ist die Gruppe nach dem Tod Ihres Anregers Pfarrer Jo Winter 2006 nicht im Sande verlaufen? Diese und weitere Fragen lockten Erinnerungen und Erklärungen hervor aus dem Innenleben der DDR-Provinz und der dort lebenden Menschen von Anfang der achtziger Jahre an bis heute. Führten zu Rückfragen, neuen Antworten, aber auch zu einem Lebenszwischenstandsbericht über ein ausgebürgertes Leben im anderen deutschen Staat, am Rhein.
 
Dass zwischendurch gegessen und getrunken wurde und auch ein paar kurze Pausen eintraten, tat dem Abend gut, denn nur so können die Gedanken durchlüften. Die kleine Kirchenhalle aus Sandsteinmauerwerk, die Ruhe, nur Windgeräusche draußen, die gescheite und ausdauernde Arbeit von "Gewaltlos leben" ... es war ein ruhiger Abend mit Krafttankqualitäten. Wir sind´s nicht allein, die wirken, es weht auch der Geist. Um die Kirche von Langenschade und überhaupt.
 
Das nächste Männerschmieden wird sein am Freitag, dem 4. Januar 2013, Treffpunkt 18:30 Uhr an der Johanneskirche in Saalfeld. Kontakt Pfarrer Christian Sparsbrod, Telefon 03671-4559431.
 

Bernd Schiffner

 

 
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alt

Am 29.Sep.2012
Männerschmieden in Harry`s Gärten
Die letzten Sommertage im Jahr 2012 sollten es noch mal im Garten sein, mit Feuer, Abendteuer unter den Männern die zu Kindern werden, wenn die Natur ruft. Es war nicht warm aber auch nicht kalt an diesem Abend. Bereits um 18 Uhr Treffpunkt bei Harry, wegen der untergehenden Sonne. Etwas verspätet kamen sie keuchend den Berg herauf. Nachdem das erste Rad repariert war, ging es los. Fahrräder abgestellt und los ging die Führung. Erstes Thema „ Bergbau, Silberbergbau in Saalfeld“ vor 1000 Jahren und jüngerer Zeit . Was einst Aushub von Stollen und Schächten war, sind jetzt Gärten oder auch wild. Eins dieser Gärten, nennen wir es Harrys-Ruh war unser erstes Ziel. So staunten sie nicht schlecht die starken und schwachen Männer, die Mutigen und die Ängstlichen, als sich versteckt zwischen den Bäumen Seile, Netze, Säcke, Rollen, Hölzer oä. in niedriger und luftiger Höhe auftaten. Durchaus zu Nutzen für Jung und Alt, wer sich traut. Der Blick auf etwa 12 Kirchen motivierte Christian etwas über Engel in das Baumbuch zu schreiben. Die hierfür vorgesehene Stunde war viel zu kurz. Denn im 2.Garten am Haus waren bereits von Frauen vorbereitet die 100 Lichter angezündet, der Rost vorgewärmt und sonstiges zum trinken und naschen vorbereitet. Es ist kaum zu glauben, dass in Saalfeld so phantastische Weinstöcke stehen und einen riesigen Ertrag haben. Interessenten melden sich bitte bei Harry persönlich. Wie immer kam nach diesem Zeitabschnitt für den Leib die Seele ins Gespräch. Diesmal aus gegebenen Anlass wurden die Engel näher betrachtet. In der Weingrotte hingen die reifen Trauben über unseren Köpfen und vor uns knisterte das Feuer in der Trommel. Alle waren überzeugt, die Engel haben ihre Daseinsberechtigung. Gegen Mitternacht war der letzte Mann entflogen. Schön, dass wir wieder dabei sein durften.      
 
Harry und Dieter   

 

 
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Mein Vater - Unser Vater

 
Als Jesus gefragt wurde, wie man denn Beten solle, begann er mit der Anrede Vater. Er verwendete so einen Vergleich zu einer Person, von der auszugehen ist, das sie es gut mit uns meint. Grund genug, das Thema Vater einmal im Männerkreis der Kirchgemeinde zu beleuchten.
Nachdem einige von uns beim Friedensgebet dabei waren, begaben wir uns per Rad oder Auto an den Stadtrand von Saalfeld. Bernd stellte seinen Garten, bzw. den Garten seines Vaters als Domizil für unser Treffen am 20. Juli zur Verfügung.
Nachdem wir uns mit diversem Grillgut gesättigt hatten, setzten wir und in einem großen Kreis zusammen, sangen gemeinsam ein Lied und dann erzählte reihum jeder etwas von seinem Vater, von Erlebnissen mit ihm, und Prägung durch ihn. So erfuhren wir von mehr als zwanzig unterschiedlichen Vätern. Es war eine sehr interessante und sehr emotionale Gesprächsrunde. Wir hörten von guten und weniger guten Vätern, von Vätern die viel und von welchen die wenig Zeit mit ihren Söhnen verbrachten, von pubertären oder ideologischen Konflikten, die man teilweise später lösen konnte. Wir hörten aber auch von unbekannten Vätern, von Großvätern, vom Vater der mehr Freund als Vater ist, wir hörten auch von Schlägen.... Es war beeinduckend, mit welcher Offenheit berichtet wurde.
Als jeder etwas berichtet hatte, war es schon dunkel geworden. Christian führte in seinem Schlusswort den Blick wieder zu Gott. Es ist gut, das wir nicht nur unsere leiblichen Väter haben, sondern auch einen göttlichen, einen vollkommenen, einen, den wir um alles bitten können und der immer Zeit für uns hat.
 
Enno Pfaffenberger

 
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Die Männer der Gruppe „Männerschmieden“ trafen sich im Gemeindehaus Saalfeld am 04.Mai 2012.
Das Thema lautete
"Altlutheraner und die Entstehung der lutherischen Kirche in den USA"
Vortragender Diplom-Psychologe Kay-Uwe Kleine aus Erfurt.
 
Anbei die Zusammenfassung von Diplom-Psychologe Kay-Uwe Kleine:

 „ Zum 300. Jahrestag des Augsburgischen Bekenntnisses wurde die Union 1830 überall in
Preußen durch König Fr. Wilhelm III. durchgesetzt. 1836 erklärte Andreas August Grabau,
Pfr. der St. Andreas Kirche in Erfurt öffentlich, daß er die unierte Agende nicht mehr
gebrauchen könne, da er sie mit seinem Gewissen nicht vereinbaren könne.

Grabau sagte sich offiziell von der unierten Kirche los, mit ihm ein Teil der Andreas-
Gemeinde. Die Gottesdienste fanden nur noch heimlich statt, da diese verboten wurden
unter Androhung von Strafe. Grabau wurde verhaftet und in Heiligenstadt inhaftiert.1838 bat
Grabau die Regierung in Erfurt um Auswanderung. 1839 erhielt er den endgültigen
Auswanderungsbescheid.
1840 wendete sich endlich das Blatt für die alt-lutherischen Gemeinden in Deutschland,
König Friedrich Wilhelm III. starb und Friedrich Wilhelm IV. trat die Regierung an. Die
Verfolgung der Altlutheraner wurde beendet und ihnen eine gewisse Duldung gewährt. Im
Sept./Okt. 1841 tagte die erste Generalsynode der Ev.-luth. Kirche in Preußen in Breslau.
1844 konnte ein neuer Betsaal in der Erfurter Großen Arche 14 (heute Naturkundemuseum)
eingeweiht werden. 1912 fand die Grundsteinlegung der Christuskirche in der Erfurter
Tettaustraße statt, welche dann 1913 geweiht wurde. Die altlutherische Gemeinde gehört
heute zur Selbständigen Ev.-Lutherischen Kirche (SELK).
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Männerschmieden am 03.02.2012

Der Bericht über das Männerschmieden am 03.02.2012 wird gezeichnet sein von meinen persönlichen Eindrücken als ein “Neuer” unter den „Schmieden“ aus Saalfeld. Wie kann es auch anders sein, fiele doch die Aufgabe der Berichterstattung immer auf die Lehrlinge, wie man mir mit einem gemeinschaftlichen Lachen sagte.
Am 24.01. erreichte mich die Nachricht, dass es eine Möglichkeit wäre, zum Männerschmieden durch den nächtlichen Winterwald zu wandern und dies mit einer geselligen Runde im Pfarrhaus Hoheneiche abzuschließen. Den doch eher frühlingshaften Winter der vergangenen Wochen noch vor Augen konnte ich mir nicht vorstellen, dass sich das gerade einsetzende Winterwetter lange halten würde. Es kam anders und mit Temperaturen sehr deutlich unter null Grad machte das Vorhaben seinem Namen alle Ehre.
Wir trafen uns also um 18:30 Uhr im Pfarrhaus an der Johanneskirche und es gab eine kurze Abstimmung über den weiteren Verlauf des Abends. Der Empfang war sehr herzlich, ohne jede Spur von Verschworenheit. Die Mannen also kurzerhand auf einige Fahrzeuge verteilt, machten wir uns auf den Weg auf die Höhe. Dort angekommen bezogen wir mit all dem Mitgebrachten einen kleinen, gut geheizten und zum Verweilen einladenden Raum. Das Feuer im Kaminofen prasselte bereits und für einen Moment rückte die Wanderung gedanklich in weite Ferne. Aber nichts da - ein Mann ein Wort…
So begaben wir uns gut stirnbeleuchtet und nach dem vielfach bewährten Zwiebelprinzip gekleidet in den Wald. Zum Silbersee sollte uns der Weg führen. Zwar eher ungeeignet für leichtgekleidete Indianer à la Karl May, bot der Weg einiges an filmreifer Kulisse. Der Anblick des verschneiten Waldes, das Knirschen der genau 12 Paar Winterschuhe und das Wissen um die Brüder vor und hinter einem ließen mich Abstand von dem gewinnen, was mich in der zurückliegenden Woche vereinnahmt hat und schaffte Raum für Ruhe und Einkehr. Viele Gespräche wurden bereits auf dem Weg geführt und es war interessant zu hören, was den Nebenmann gerade beschäftigt. An einem kleinen Teich, nach gut einer halben Stunde Marsch, beschlossen wir, dass wir das Ziel „Silbersee“ in ein Ziel „Gewässer“ ummünzen sollten. Wir begaben uns also nun wieder bergan nach Bernsdorf und von da aus durch den Wald zurück nach Hoheneiche. Ich will es nun nicht als alleinigen Beweggrund hinstellen, aber bestimmt spielte die Aussicht auf das wärmende Feuer und die mitgebrachte Verpflegung eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Wahl der „Abkürzung“.
Kurz vor dem Hoheneichener Pfarrhaus bot uns der Nachtimmel die Gelegenheit, dem Bild auch noch Ton hinzu zu fügen. „Der Mond ist aufgegangen“, ein herrliches Lied und zu meiner Freude - als quasi alter Chorhase - sehr melodie- und textsicher aus zwölf Männerkehlen dargeboten. Bewegung an der frischen Luft macht hungrig und singen zugegeben auch ein wenig durstig. Die nächsten Schritte waren damit klar. Zünftig mit frischem Brot, guter Butter und regionaler Wurstware stärkten wir uns. GesprächeUnsere wanderung und Diskussionen über all das, was man in der vergangenen Zeit erlebte, begleiteten das Abendessen. Für weiteren Gesprächsstoff sorgte das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt. 20, 1-16). Für mich war es spannend zu hören, wie die Brüder das Gleichnis verstehen und was sie aus ihrem Leben diesbezüglich mitbringen. Meine Sicht auf das oft gelesene Gleichnis hat sich durch den Abend mit den „Schmieden aus Saalfeld“ erweitert und ich bin gespannt auf weitere Abende in dieser Runde.
Mit einem Gebet und dem Segen wurde der Abend beschlossen und alle fuhren wieder in Richtung Saaletal. Für mich war es nicht nur ein „Dabeisein“ sondern mir wurde das Gefühl des „Willkommenseins und Dazugehörens“ vermittelt.
Das Bild zeigt unsere Wanderung durch den Winterwald – danke für die zur Verfügung gestellten Daten.

 

 
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Männerschmieden am 25.11.2011 in Saalfeld, Gemeindehaus

Nach langer Zeit war ich wieder bei unserer "Männerschmiede".

Nach einem kurzen "Hallo" und der Vorbereitung des Essens, welches Toralf organisert hatte, folgte ein gemütliches Beisammensein mit leckerem Essen.
Die ersten Gespräche mit unserem heutigen Gast ließen einen außergewöhnlichen Vortrag erwarten. Er sei zwar aktuell von einem fünfmonatigen Auslandseinsatz am Horn von Afrika zurückgekehrt, möchte aber heute Abend von Afghanistan berichten.

Oberleutnant zur See Marco Hellgrewe stellte uns seinen Vortrag "Afghanistan, ein gordischer Knoten?!" vor und berichtete sehr ausführlich und authentisch von seinen Erlebnissen in Afghanistan.

Er war insgesamt fast zwei Jahre, innerhalb der letzten vier Jahre, in Afghanistan und begann seinen Vortrag mit den Worten: "Ich werde heute insbesondere meine persönliche Sichtweise der Dinge mit in den Vortrag einfließen lassen, unterlegt von Daten und Fakten.

Er nahm uns mit auf seine mehr als nur abenteuerlichen Reisen durch das ganze Land Afghanistans. Er reiste meist allein, aber immer als Soldat in Uniform, oft auch mit seinem damaligen Dolmetscher und heutigen Freund, Khalid A. Dayani, durch das Land. Diese Art des Reisens brachte ihm im Laufe der Zeit den Respekt und das Vertrauen der einheimischen Bevölkerung und der Persönlichkeiten aus Politik, Religion, Gesellschaft und Wirtschaft ein.

Seine Reisen verliefen durch das ganze Land, den Norden und auch den Süden des Landes.
Er legte dabei rund 30 000 Kilometer zurück, führte rund
1300 Gespräche mit den Afghanen, übernachtete und aß mit den Afghanen und nahm an 812 nationalen und internationalen Meetings teil.

Er ging auf die politisch-rechtlich-religiöse Struktur des Landes ein, in dem kein Gesetz dem Koran widersprechen dürfe. Eines der Probleme sei der Opiumanbau. Über 93 Prozent des Weltmarktes kämen aus Afghanistan. Seine Erfahrung mit der afghanischen Bevölkerung im Bezug auf Deutschland: "Die Afghanen lieben die Deutschen, die beste Hand des Westens ist die deutsche Hand." Sein Auftrag lautete, die nationale und internationale militärische Führung zu beraten und ein Netzwerk aufzubauen.
Mindestens zweimal pro Woche war er in der Blauen Moschee in Mazar-e Sharif ("dem Grab des Edlen") zu Gast, wo er viele interessante Gespräche mit den dortigen verantwortlichen Imamen führte.
Zu seinen Kontaktpersonen gehören neben vielen Stammesführern auch viele Minister, Politiker, das Präsidialbüro von Herrn Karzai, geistliche Führer und der afghanische Botschafter in Berlin.

Ein weiteres Problem -aus seiner Sicht- sei der unkontrollierte Geldfluss in das Land. Es gebe praktisch keine Kontrolle, wohin die Gelder fließen und wer, was damit macht.

Ein Fazit nach dieser langen Zeit in Afghanistan:
"Die Probleme in Afghanistan können nicht durch das Militär allein gelöst werden, viel wichtiger sei ein ehrliche Kommunikation mit den Afghanen auf Augenhöhe, politische Lösungen, Wirtschaftliche Lösungen, aber unter Einbeziehung der sog. "Taliban",

Für seine Arbeit in Afghanistan und seinen Abschlussbericht mit den möglicherweise notwendigen Schlussfolgerungen für die internationale Politik gegenüber Afghanistans, bekam er als erster Ausländer, den höchsten afghanischen Tapferkeitsorden, unterzeichnet und angeordnet von Herrn Hamid Karzai - immerhin dem Präsidenten des Landes, verliehen. Sein höchster Vorgesetzter, ein deutscher General, bekam ebenfalls das afghanische Bundesverdienstkreuz.
Die Art und Weise sowie der Mut als Soldat alleine durch Afghanistan zu reisen, sei Vorbild für alle 42 Nationen in Afghanistan, so Karzai.

Im Anschluss an seinen Vortrag entstand eine lebhafte Diskussion mit vielen Fragen, denn man hat ja nicht immer die Möglichkeit, sich ausreichend informieren zu können.

Die Diskussionen wurden anschließend noch bis etwa gegen 01.00 Uhr in der "Pappe", mit einigen Teilnehmern aus der Runde, fortgesetzt.

Norbert Schneider
 

 
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Nachts in der Johanneskirche

Am 30.09.2011 waren wir nur eine kleine Runde. Aber trotzdem fühlten wir uns wohl. Zunächst trafen wir uns im kleinen Hof hinter dem Pfarrhaus vom Christian Sparsbrod. Der Grill, eine Feuerschale und jede Menge Bratwürste lagen bereit. Holz wurde gesägt und entzündet. Matthias kümmer sich um den Rost. Bier war  da  - eine gemütliche Runde. Wir sprachen über uns und unsere Erlebnisse mit Zeichen und Symbole in unserem Leben und in der Kirche. Eine Taufe mitten in der Natur in einer uralten Kirche, der Pabstbesuch in Thüringen und der textile Schmuck in der Kirche wurde besprochen und gedeutet. Fehlt uns in der verkopften evangelischen Kirche machnes, was unser Gefühl ansprechen könnte. Hat es die katholische Kirche da besser. Fragen im Raum.  Die Bratwürste und das Bier schmeckten uns - auch zu diesesn existentiellen Problemen.

Nachdem es ganz dunkel geworden war hatten wir noch ein Erlebnis besonderer Art. Die Johanneskirche war für uns mit vielen kleinen Kerzen erleuchtet. Bernhard lud uns ein und führte uns durch den alten Raum. Die Junge Gemeinde kam mit dazu und so waren wir richtig viele. Wir staunten die schon oft gesehenen Bilder und Kunstwerke unserer Kirche an. So hatten wir sie noch nie gesehen, obwohl wir sie  sehr gut zu kennen meinten.

Es war ein Abschluß unserer Gedanken, Worte, Gespräche. Die Symbole unserer Kirche zeigten sich uns in anderem Licht und plötzlich wie neu.

 

 

 

 
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Fischen am Waldhaus

Männerschmieden 8.7.2011

 
18Uhr 30 Treffen an der Johanneskirche.
Mit dem PKW über Arnsgereuth, Hühnerschenke, Pippelsdorf in Richtung Reichmannsdorf.
Auf schmalen Asphaltstraßen und verschlungenen Waldwegen führen wir immer bergauf in Richtung Reichmannsdorf. Haben unterwegs keinen Menschen getroffen, nur Wald, Wald, Wald. Und dann plötzlich ein schöner Grillplatz mit rustikalen Bänken. Und 20 Meter seitwärts im Walde das kleine Herz-Häuschen.
 
Thoralf baute am nahen Weiher sein Zelt auf, als ihn auch schon das Jagdfieber packte. Er sah doch, wie ein paar Fische nach Mücken schnappten. Schon packte er die Angel aus und bereits am 1.Haken zappelte eine hungrige Forelle. 2.Versuch = 2.Forelle, 3.Versuch =3.Forelle und so weiter, bis für alle Anwesenden eine leckere Forelle auf der langen Rute steckte.

Ecki hatte inzwischen ein stattliches Feuer angezündet, Thoralf putzte die Fische pfannenfertig, und schon nach wenigen Minuten Garzeit konnten wir das völlig überraschende und superleckere Fischgericht verspeisen.
 
Der Bibeltext am See Genezaret, wo Jesus den Fischer Petrus zum „Menschenfischer“ beruft, war Christian´s Überleitung zu einer geistlichen Betrachtung. Doch mit diesem Text wollte uns der Einstieg in dieses Thema nicht so richtig gelingen. Wir hatte ja soeben alle hautnahe miterlebt, was man mit den gefangenen Fischen anstellt: Schlachten, Braten, Verspeisen!
 
Und so kamen wir bald auf andere aktuelle Fragen und Probleme unserer Zeit zu sprechen, wie z.B. Eurorettungsschirm, Griechenlandkrise, Fluch und Segen der Zinswirtschaft sowie die mancherlei Ungerechtigkeiten im eigenen Lande.
 
Colum`s schottische Volksweisen, sowie selbstgedichtete und vertonte Lieder, die er uns mit großer Bravour zur Gitarre vortrug, ließen uns die vielen ungelösten Probleme unserer Welt etwas vergessen.
 
Der neue Morgen erwachte bereits, als wir uns gegen 3 Uhr eine gute Nacht wünschten. Einige fuhren nach Hause, andere schliefen in der Forthütte und in den Zelten. Und für Uwe wird es sicher ein schöner Abschluss seines Thüringen Urlaubs gewesen sein.
 
Klaus Klädtke
 
Weiterer Bilder in der Fotogalerie !

 

 


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