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Männerschmieden
Männerschmieden – ein Gesprächskreis für Männer- trifft sich ca. alle sechs Wochen am Freitag Abend an unterschiedlichen Orten.  Wir sprechen von Mann zu Mann in gemütlicher und offener Atmosphäre über Familie, Arbeit, Freizeit, Politik, Bibel und Glauben. Wir sind überzeugt, dass wir durch Gespräche uns selbst und andere besser verstehen lernen. Wir denken, dass der Austausch positive Auswirkungen auf die Beziehung hat,  in denen wir leben. Der Name ist entstanden bei einer Freizeit, zu der wir tatsächlich geschmiedet haben.
Jeder Mann ist herzlich willkommen.
Kontakt: Pfarrer Sparsbrod




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Am 10.07. trat eine gesellige Runde von 14 Mann zusammen, um gemeinsam zwei nahegelegene Kirchen in Reichenbach und Oberloquitz zu erkunden. Beiden Kirchen, so erfuhren wir im Laufe der hervorragenden Führungen, fehle es an jungen Zulauf der Gemeinde. Dies und die eventuellen Lösungen dahingehend wurden die hauptsächlichen Gesprächsthemen beim abschließenden Abendbrot. 
Unser erster Halt war das ca. 800 Jahre alte Gotteshaus in Reichenbach . Es begrüßte uns Herr Gloth-Pfaff , der sich in den vergangenen Jahren durch den  Erhalt und Wiederaufbau dieser altehrwürdigen Kirche verdient gemacht hat. Er präsentierte uns stolz die kunsthistorischen Holzarbeiten, dessen genannter Marktwert uns alle überraschte. Wir genossen wundervolle Schnitzereien, die mittlerweile weit über die Grenzen hinaus an Bekanntheit erlangten. Im Verlaufe der Führung stellte Herr Sparsbrod unserem Gastgeber, seines Zeichens Atheist, eine Frage nach seiner eigenen Empfindung bezüglich "seiner" Kirche. In seinen Erklärungen merkte man, dass er ,trotz fehlender Konfession, eine starke und schwer greifbare Gefühlsbindung spüre. 
Im Anschluss sangen wir einen kurzen Choral.
Unser zweiter Halt führte uns nach Oberloquitz. Dort bewunderten wir außergewöhnliche Deckenmalereien und erfreuten uns an  interessanten,geschichtlichen Anekdoten. Sowohl moderne als auch historische Elemente fügten sich hier zusammen. Der Abend schritt schnell voran und 14 hungrige Männerbäuche  galt es zu füllen. Wir kehrten im Pfarrhaus der Gemeinde ein, keine 30 Meter von der zuvor besichtigten Kirche entfernt. 
Ein interessanter Ausflug neigte sich dem Ende zu. Was bleibt, ist für mich persönlich eine fortsetzungswürdige Unternehmung im Kreise vieler unterschiedlicher Charaktere, die am Ende geeint durch Gott eine großartigen Tag verbrachten.

Peter Rossow

 

 
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Männerschmieden im Gorndorfer Pfarrhaus am 20. März 2015
 
Wir treffen uns an diesem Abend in gewohnter Runde, zu der Pfarrer Christian Sparsbrod, unser „Schmiedemeister“, einlud. Diesmal dabei, Frank Schröder vom CVJM.
 
Unser Abend setzte zwei Akzente, über die wir nachdachten, Gedanken und Meinungen austauschten sowie einen allgemeinen Konsens fanden.
 
Eingangs erörterten wir das aktuelle Thema der geplanten Veranstaltung eines „nationalen und sozialen Aktionsbündnisses“, zum 1. Mai 2015 einen „Arbeiterkampftag“ in Saalfeld abzuhalten. Organisiert wird diese Veranstaltung von der rechts stehenden, NPD- nahen Partei „Der III. Weg“.
Sicher für viele Saalfelder eine Zumutung und Herausforderung zugleich und für uns Anlass Position zu beziehen. Wie gehen wir mit dieser Problematik um, wie reagieren wir darauf?
 
Provokationen oder gewaltsame Aktionen sind ebenso wenig geeignet wie Diskussionen mit Angehörigen und Mitläufern dieser Organisation. Doch ist es unsere Pflicht als Christen gegenzuhalten.
Wir wollen dies auf unsere Weise tun, mit Bedacht, eventuell mit Angeboten in der Johanneskirche und Veranstaltungen um diese.
 
Frank Schröder vom CVJM sprach anschließend über das Thema „Glaube und Männer – was unterscheidet uns von Frauen“ und lud uns ein, seinen Gedanken zu folgen. Schnell wurde sichtbar, dass es nicht nur eine Antwort darauf gibt und wie Bernhard Furcht treffend einwarf, keine pauschale Antwort und Zuweisung.
Wieder einmal war es spannend und lehrreich, zugleich praxisnah, wie Frank Schröder das Thema an Hand der Bibel Jesus Botschaft in Johannes 18, 15-18 (Petrus und Jesus) und Lukas 24, 13ff, die Emmausjünger uns nahe brachte; dazu viele Gedanken und Anregungen im Gespräch aus unserem Kreis.
 
Jürgen Tauchen

 

 
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An einem Abend im Januar hatten wir spontan einige syrische Flüchtlinge eingeladen
zu unserem Männerabend. Wir unternahmen eine kurze Nachtwanderung durch den
schneereichen Winterwald und unsere Gäste waren sehr beeindruckt von dem vielen Schnee.
Im Frebruar unternahmen wir eine Ausflug mit ca. 15 syrischen Flüchtlingen und fuhren nach  Schmiedefeld, um ebenfalls im Schnee zu wandern. Im Leipziger Turm kamen wir dann zusammen zu Kaffee und Kuche und weiterem Austausch.
So sind einige Kontakte entstanden und wir hörten einige Geschichten von Krieg und Flucht und
vom Verbleib der Familien.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 



 

 

 
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Es ist wieder Freitag, Freitag der 13. November 2014, 18:00 Uhr.
 
Wieder trifft sich unser Männerkreis zum „Männerschmieden“ an der Johanniskirche zum Friedensgebet. Im Anschluss daran kommen wir zu unserer ureigenen Sache –„Männerschmieden“.
Ort und Thema unseres Gesprächskreises wechseln, wie ebenfalls Schwere, Ernsthaftigkeit und Wichtung der Themen mit einer Konstante, der Toleranz und Achtung.
Aber uns eint noch etwas Wichtiges und bindendes in unserem Leben, ohne dem es unsere „Herrenrunde“ so nicht gäbe: Der Glaube an Gott und seinem Sohn.
 
Thema und Ort waren wieder gut gewählt - und wie so oft interessant, informativ, lebensnah.
Mir geht es jedenfalls so:
Am Ende unseres Gesprächskreises gehe ich nie so nach Hause wie ich gekommen bin.
Neue Einsichten und Ansichten begleiten mich auf dem Nachhauseweg und so manches Mal bin ich auch klüger als zuvor. Das ist gut so.
 
Als Thema stand die Lutherdekade 2014/15 „Reformation, Bibel und Bild“ im Vordergrund.
Doch bevor wir uns diesem Thema zuwandten schauten wir uns die Kirchen von Oberwellenborn und Gorndorf an. Kirchen, die aus kleinen frühromanischen Kapellen zu ihrer heutigen Größe wuchsen um Raum für Menschen zu schaffen, denen Gottes Wort zu hören wichtig war. Und ich hoffe es auch heute noch ist.
Über Generationen erhielten Gemeindemitglieder diese schönen Gotteshäuser, in denen Gemeinde lebendig war. Ich hoffe es gelingt uns ebenfalls die Kirche mit Leben zu erfüllen. Manchmal werde ich bei diesem Gedanken etwas kleinmütig, wenn ich an die Besucherzahl der Gottesdienste oder die Nutzung dieser Kirchen denke. Andererseits sind diese Gebäude immer noch markante, zentrale Bauten und Versammlungsstätten in Stadt und Land. Gott sei Dank.
 
In den Jahrhunderten erfuhren unsere Kirchen manch Veränderungen, die von lebendigem Glauben zeugen und Bewahrens Wertes bewahren. Zu diesem gehören u. a. Bilder wie sie uns in Form des Altars mit seinen Schnitzereien begegnen.
Die Kirchen von Gorndorf wie Oberwellenborn haben viele Gemeinsamkeiten, vom Turm mit romanischem Unterbau über das Kirchenschiff mit holzbekleidetem Tonnengewölbe bis zum Altar. Beide Altäre stammen aus der Saalfelder Schnitzerwerkstatt des Valentin Lendenstreich und wurden von Hans Gottwald von Lohr, einem begabten Schüler Tilmann Riemenschneiders gefertigt.
 
Da sind wir schon Mitten beim Thema, das uns an diesem Abend beschäftigen sollte:
Du sollst dir kein Bildnis machen, keinerlei Gleichnis, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, … ist. (5. Mose 27.15)
 
Auf den ersten Blick welch Widerspruch angesichts der vielen Bildzeugnisse in unserem Leben und auch in unserer Kirche. Doch möchte ich die Bilder, ob aus Holz, Stein oder in Form der Ausgestaltung der Decken und Wände mit bildlichen Motiven nicht missen, schon gar nicht die der Johanneskirche mit ihren wundervollen Fenstern.
 
 
Denn das sind keine Ebenbildnisse oder Abbildnisse Gottes.
Sie erzählen, sie bringen Gott uns Menschen nahe zu einer Zeit wo lesen und schreiben nicht zu den Selbstverständlichkeiten des Lebens gehörte.
Eine Zeit, die immer noch lebensbedrohlich war.
 
Mich beeindruckt besonders der tief verwurzelte Glaube unserer Vorfahren jener Zeit.
Heute hinterfragen wir alles, manchmal viel zu viel und oftmals mehr, als uns gut dünkt, gerade wenn es um Glauben geht.
 
Ich bin froh, dass ich glauben kann und keine wissenschaftliche, logische Beweisführungen brauche, um mich Gott zu nähern oder seine Anwesenheit in Frage stellen muss.
Uns erreichen oft beklemmende Nachrichten aus der Welt oder im engsten Bekannten- und Familienkreis, die den Eindruck erwecken, dass Gott gerade nicht anwesend war oder er zufällig weggeschaut haben mag. Dem ist nicht so, er trägt unsere Last wie auch wir uns unserer Verantwortung bewusst werden müssen und unser eigenes Handeln abwägen sollten.
 
Hier kann ich mich getrost zurück- lehnen und nehmen, denn ich habe Vertrauen zu Ihm.
 
Wenn ich an Gott zu hohe Erwartungen knüpfe, sein Bild nach meinen Vorstellungen forme oder Wunschvorstellungen habe, wie er unter uns zu wirken hat, werde ich Enttäuschung erfahren. Ich werde Ihn vergeblich suchen und Zweifel haben.
Zu oft halten wir Ausschau nach den großen Wundern und übersehen dabei die vielen kleinen Dinge, in denen uns Gott tagtäglich begegnet. Wir müssen sensibler werden und aufgeschlossen sein für all die kleinen Wunder. Es ist heute nicht anders wie damals.
 
Dies ist die Botschaft, die in diesem uralten Bibeltext mir entgegentritt.
 
Doch dies war längst nicht unser alleiniges Thema, das uns an diesem Abend nachdenklich werden ließ.
So ist es nun mal in unserer Runde, wenn wir uns nach 6 Wochen zum „Männerschmieden“ wiedersehen. Zehn Männer (oft mehr) treffen sich, zehn unterschiedliche Biographien und zehn individuell geprägte Lebensansichten treffen aufeinander. Erlebnisse, Einsichten und Ansichten werden ausgetauscht. Schnell sind auch aktuelle Themen dabei, die unterschiedlich verarbeitet wiedergegeben oder interpretiert werden.
Schnell prallen Meinungen aneinander. Wie gut, dass Toleranz und Achtung unseren Kreis prägen wie ebenfalls das Ringen nach Objektivität.
 
Kein Wunder, dass das seit Wochen öffentlich wirksame Thema der Flüchtlinge aus uns vermeintlich fernen Ländern auch in unserem Kreis ankam. Aber was ist heute im Angesicht der modernen Verkehrswelt noch unter fern oder abseits „unserer Welt“ zu verstehen und welche Gedanken bemächtigen sich spontan unser?
 
Ein für mich zugegeben nicht einfaches Thema. Ein Thema, dass mich ca. 70 Jahre zurückschauen lässt.
 
Wie war das damals, als Millionen Flüchtlinge aus dem Osten Deutschlands, aus Ost-und Westpreußen, aus Schlesien, Pommern, den Sudeten oder aus dem Elsass und Lothringen kommend in den Besatzungszonen, der späteren Bundesrepublik Aufnahme fanden?
Dabei geht es nicht um Spitzfindigkeiten, ob Flüchtling, Aussiedler oder Vertriebener!
Ja wie war das in den 50-er und 60-er Jahren oder 1989, als hunderttausende DDR-Bürger ihrem Land den Rücken zuwandten und in der Bundesrepublik Aufnahme fanden?
 
Ging das so reibungslos ab, wie wir heute glauben wollen? Ich glaube nicht.
Auch hier waren Spannungen, Missverständnisse und Vorurteile gegenüber den Flüchtlingen der Nachkriegsjahre noch lange im Zusammenleben zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen zu spüren. Nur der Integrationswille dieser Flüchtlinge und das über Generationen gebildete „Zusammengehörigkeitsgefühl“ ließ alles zu einem guten Ende zusammenfügen.
 
Heute stehen wir wiederum vor ähnlichen Herausforderungen. Nicht alles lässt sich administrativ festlegen und bestimmen.
Die Gewährung von Asyl für bedrohte und verfolgte Menschen ist ein Grundrecht und fand wohl überlegt im Angesicht des gerade beendeten 2. Weltkrieges Eingang im Grundgesetz. Daran sollte es keine Zweifel geben und ich denke, diese gibt es auch nicht.
Eher gibt es Zweifel in der Umsetzung dieses Rechtes mit hausgemachten oder handwerklichen Fehlern, die so manch einem Mitbürger unter uns ein Willkommen dieser Menschen erschwert.
 
Meine Gedanken gehen ebenfalls in jene ferne Vergangenheit, als Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt, enteignet und mittellos in unser Land kamen, den Salzburger Emigranten, den Hugenotten und den Böhmischen Brüdern und Schwestern.
Ja, da liegen schon ein paar hundert Jahre zwischen dem Großen Kurfürsten von Brandenburg, König Friedrich II. von Preußen und uns.
Sie wurden nicht ganz uneigennützig willkommen geheißen, denn sie trugen zum wirtschaftlichen Aufschwung des Landes mit ihrem Wissen und handwerklichen Fähigkeiten bei. So Manches erinnert uns daran und gehört heute zu den Selbstverständlichkeiten ohne uns bewusst zu sein. Auch damals empfanden einige Zeitgenossen diese neuen Mitbürger als beklemmende, fremde Konkurrenz.
 
Heute, durch die einsetzende Internationalisierung von Wirtschaft, Handel und Verkehr werden die Herausforderungen nicht leichter, um zu den objektiven Schwierigkeiten und Fakten im Dialog zwischen Immigranten und aufnehmender Gesellschaft vorzudringen.
In diesem Sinne ist eines wichtig, für die Gesellschaft und für den Einzelnen darf kein Schaden entstehen und unsere Gesellschaft bedarf keiner Spaltung, weder in „Mult-Kulti“ einiger „Gutmenschen“ noch in Ablehnung und Ausgrenzung Hilfesuchender.
Beide Extreme haben längerfristig keinen Bestand, doch werden sie unsere Gesellschaft noch lange begleiten.
 
So entstand bei uns die Erkenntnis, dieses Thema nicht auf diesen Abend zu beschränken oder auf sich beruhen zu lassen. Es wird uns weiter beschäftigen. Denn allein kluge Reden sind wenig hilfreich und fern unserer allgegenwärtigen Lebenspraxis.
 
So bestand zum Schluss ein allgemeiner Konsens, ein Plan, der uns am 30. Januar nächsten Jahres zu einem ersten Kontakt mit Asylbewerbern nach Unterwellenborn führen soll. Wir planen dabei nichts Spektakuläres. Es soll um gegenseitiges Verständnis in dieser nicht einfachen Situation gehen und vieleicht auch etwas Vertrauen.
 
Nach dem Aufbruch aus dem Gemeindehaus Gorndorf zog ich Bilanz für den gelungenen Abend und stellte fest, dass man nicht immer klüger aus dem Gespräch hervorgehen muss, aber durchaus reicher an Erfahrung.
 
Dafür an alle die sich im Gespräch einbrachten recht herzlichen Dank. Danke auch an jene, die für die Organisation und Verpflegung sorgten.
Ich freue mich schon jetzt auf unser nächstes „Männerschmieden“
 
Euer Jürgen Tauchen
 
 
 
 
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Kurzbericht zum „Männerschmieden“ am 16.05.2014

Dieter Preuß hatte eingeladen, die Sprachheilschule Keilhau zu besuchen. Wir fuhren zunächst mit dem PKW bis unterhalb der Burg Greifenstein. Dort erwarteten uns Dieters Frau und drei junge englische Schwestern der Bruderhof-Glaubensgemeinschaft, um mit uns gemeinsam zu wandern und auszutauschen. Diese drei Schwestern sind in der Schule Keilhau angestellt bzw. zu einem Praktikumserinsatz, wo sie den Schülern z.T. Im Unterricht, aber vorwiegend in der Freizeit beistehen. Die Gemeinschaft lebt nach den Grundzügen der Bergpredigt und teilt alles gemeinsam. Ihre Erziehung ist sehr von den Lehren Friedrich Fröbels beeinflusst.
Vom Parkplatz aus wanderten wir auf dem Fröbelweg vorbei am Fröbelblick zum Baropturm, den wir bestiegen, um die wunderbare Thüringer Landschaft zu bewundern. Unser Blick schweifte über die waldreiche Hügellandschaft und versetzte uns in Staunen, da wir zum Großteil diesen schönen Landstrich noch nicht kannten. Dann ging es weiter nach Keilhau. Dort erwartete uns schon ein Erzieher des Hauses, um uns zunächst die Geschichte der Schule mit Internat kurz zu erläutern und anschließend durch Museum und die Bücherei zu führen. Sehr interessante Einblicke bekamen wir in den Schulalltag und die Zimmer der Kinder und Jugendlichen. Das pädagogische Konzept der Schule ist darauf ausgerichtet, dass die Kinder das theoretische Rüstzeug mit praktischer Anschauung vermittelt bekommen. Dazu bietet die wunderbare umgebende Natur besteVoraussetzungen. Wir würden heute sagen „learning by doing“. Das spiegelte sich auch wider in der Gestaltung des Treppenhauses, das die Kinder und Jugendlichen nach ihren Vorstellungen malerisch gestalteten. Wahre Kunstwerke.
In gemütlicher Runde hörten wir dann den Ausführungen der Schwestern der Bruderhof-Glaubensgemeinschaft zu. Das abendliche gemeinsame Essen rundete den schöne Tag ab. Gefordert wurden wir von den Schwestern dann noch mit einer Aufgabe, die uns alles abverlangte. Ehe wir uns versahen rückte die Mitternachtsstunde heran. Leider konnten wir das unterwegs gesammelte Brennholz nicht mehr am Lagerfeuer entzünden. So ging für uns alle ein wunderbarer Tag mit vielen neuen Eindrücken zu Ende. Mit einem Schriftwort und dem gemeinsamen Vaterunser endete das Treffen.
 
Großen Dank an Dieter Preuß und seine Frau für die Organisation und den Schwestern der Bruderhof-Glaubensgemeinschaft für die uns geschenkte Zeit.
Da noch vieles in Keilhau zu erkunden ist, u.a. die Schmiede, sollten wir nicht zu lange warten, um weiteres zu entdecken und unsere schöne Heimat mit einem neuen Blick zu sehen.
 

Jürgen Wolfram

 

 
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Männerschmieden im Wasserwerk

Wenn im Herbst die Tage kürzer werden kann man sich einmummeln, aber auch die frische Luft aufsuchen. 14 Männer aus Saalfeld haben die frische Luft gesucht und in Zeigerheim auf den Höhen bei Bad Blankenburg auch gefunden. Inhaltlich führte uns aber nicht die Luft, sondern das Wasser zusammen. Wasser, das wir und Tiere trinken, das wir in der Toilette verschwinden sehen, Wasser, das in Produktionsprozessen verwendet wird. Ein ewiger Kreislauf des Lebens der Tropfen. Es war gut, sich zu vergewissern: Wo kommt das Wasser her, welche Aufbereitungsprozesse durchläuft es, wohin wird es transportiert? In Zeigerheim kommen täglich immerhin bis zu 44.000 m3 Rohwasser aus der Talsperre Leibis/Lichte an. Das Wasser wird mit Aluminiumsalz versetzt und filtriert, da zu weich aufgehärtet, überprüft und als Trinkwasser gespeichert. Schließlich kommt es in Ostthüringen und auch Westsachsen aus den Wasserhähnen geflossen. Dass das Wasserwerk in Zeigerheim ein respektabler mittelständiger Betrieb ist, haben viele mit Erstaunen registriert. Große Hallen beherbergen ein kostbares Gut, Sauberkeit ist sichtbar und greifbar, in jeder Ecke könnte man vom Fußboden essen.

Auch diesmal gab es nach dem Dank für die gute Führung ein gemeinsames Essen und Trinken (Stichworte: Wasser, Hopfen, Malz) im Sozialraum des besuchten Betriebes. Es gab Zeiten des Innehaltens in Ruhe und Gebet, wir sangen und beteten. Beim Stichwort Jordan und dessen Quellen(Libanon, Golanhöhen, Israel) brachen alte Flutgräben auf und Israels Freunde und Gegner waren unschwer zu erkennen. Gegen Mitternacht klang der Tag wieder mit Gesang, Gebet und guten Wünschen aus.

Das kommende Männerschmieden erwartet Dich am Freitag, dem 3. Januar 2014, 18 Uhr in oder 18:30 vor der Johanneskirche in Saalfeld an der blauen Saale.

Bernd Schiffner.

 

Zum Weiterlesen:

Imagefilm der Thüringer Fernwasserversorgung http://www.youtube.com/watch?v=3em2jOyHBAg

Jordan http://de.wikipedia.org/wiki/Jordan

 

 
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Auf zum Berg, zum Trinkwasser.
 
In der Regel fließt das Wasser im Tal. Am 25. Okt. 2013 konnten wir 13 Mannen am  Wasserwerk Zeigerheim bei Bad Blankenburg hören, wie das Rohwasser aus dem Thüringer Schiefergebirge von der Vor- und  Haupttalsperre Leibis unter unseren Füßen ins Werk einströmte. Trotz der großen Rohre war kaum ein Wort von Christian Gerbert zu hören. Als Bereichsleiter fürs WW und Netze gab er sich redlich Mühe, unseren Wissensdrang zu stillen, wie die 1600m³ pro Stunde einfließenden Wassermassen (mit fast Trinkwasserqualität) zu gutem Trinkwasser verarbeitet, gespeichert und bis nach Altenburg verteilt werden. Wer diese Größenordnung mal erlebt hat weiß, das Trinkwasser zu schätzen, was jeder einzelne von uns mit 75 Liter/Tag verbraucht ( ohne Industrie). Die Kapazität des WW könnte 500 000 Menschen mit dem wichtigsten Lebensmittel versorgen. Was für eine gewaltige Verantwortung vom Einzugsgebiet Neuhaus, Lichte, Schmiedefeld und Reichmannsdorf, wo die geklärten Abwässer und Oberflächenquellen in den Stausee Leibis fließen bis zum letzten Wasserhahn in Gera, Altenburg oder Orlamünde vor Kahla und Jena. So erfahren wir auch, warum Jena lieber eigenes schlechtes hartes Wasser trinkt als das gute weiche Fernwasser für 61 Cent/m³. So ist das auch mit Saalfeld und Rudolstadt, wo nur etwa je 50% Fernwasser genutzt wird um eigene Arbeitsplätze und eigene Anlagen im ZWA und einen stabilen Trinkwasserpreis weiter zu erhalten. Der Schaden bei den nachfolgenden Verbrauchern bleibt meistens außen vor. Die Brauerei Saalfeld hat jedenfalls weiches Fernwasser, Glück gehabt. Als ehemaliger ZWA Mitarbeiter habe ich es mit zu verantworten, dass unser sonst so freundlicher kompetenter Wasserwerksführer stink sauer ist, dass er mit seiner Familie in Volkstedt auf das zu harte Wasser vom ZWA angewiesen ist. In der werkseigenen modernen Küche konnten wir Christian G. zum leckeren Abendbrot einladen bei Bier und Wasser, bei weiterem Thema zum Wasser auch außerhalb unserer Grenzen in Europa zum Beispiel im Jordanland mit Israel und  Palästina. Vielen Dank der Familie Ströhl ( Mann und Frau ) sowie Christfried Herklotz für die Verpflegung und besonders vielen Dank an die Leitung des Wasserwerks und besonders  an Christian Gerbert, die uns außerhalb jeder Besichtigungszeit dieses Erlebnis ermöglichte. Übrigens unser Kreis ist für Jeden offen, er muß nur ein Mann sein und christliche Werte schätzen.
Harald Piesch

 

 

 

 

 
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Am Lagerfeuer hatten die Männer das Thema Reisen und ein Oberhirten aller Gottesgläubigen. Weil meine Ideen immer mal auf Unverständnis treffen, hier nun zum Nachlesen die Erläuterung in Ruhe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gedanken zum Thema „ Reisen“ von H. Piesch

 

Grundlage: Der Sinn des Lebens ist das Leben zu erhalten an sich, es wird mit einem glücklichen Gefühl belohnt, das Leben kann nur erhalten werden, wenn es sich auch vermehrt also neues Leben geschaffen wird. Das Glücksgefühl ist dem entsprechend größer. Die Sucht nach Glück und immer mehr Glück steuert das Leben. Mit Bescheidenheit ist das rechte Maß zu erkennen.

 

Reisen:

Das Gegenteil vom Reisen ist im Bett liegen bleiben, obwohl der Körper gesund ist. Die Folge es wird mit unglücklichen Gefühlen bestraft (Prinzip Gefängnis). Wenn ich z.B. nur das Telefon, TV, Radio usw. benutze oder aufstehe und zum Fenster gehe um mich zu zeigen und andere zu sehen (z.B. das andere Geschlecht) oder ich gehe ins Nachbarhaus, in die nächste Straße, in das nächste Dorf, ins nächste Land usw. dann Reise ich und werde mit Glücksgefühlen belohnt. Das Leben bekommt eine Möglichkeit Jemanden kennen zulernen, etwas zu lernen, Früchte (Geld) zu sammeln, ein Heim zu bauen um sich und den Partner, also das Leben zu erhalten. 

Was am Reisen ist eher schlecht:

Wenn das Reisen der Sache eher schadet als nützt.

Der Mensch hat also erkannt das Reisen glücklich macht ohne zu wissen warum es so ist.. Also denkt er, desto öfters desto weiter desto mehr Glück. Reisen kann jetzt zur Sucht werden es verfehlt den Sinn. Es werden Tiere als Transportmittel, Eisenbahnen, Autos, Flugzeuge, Raketen usw. erfunden und genutzt.

Wird jetzt ohne Rücksicht auf Umwelt und anderes Leben das Reisefieber befriedigt ohne einen Sinn fürs Leben zuerkennen, stellt sich das erhofften große Glück nicht ein.

Nicht jede Sehnsucht (Sucht) muss richtig sein und befriedigt werden. Mit Bescheidenheit kommen neue Ideen die Reiselust zu stillen oder den rechten Sinn zu geben.

Wenn alle Menschen alle Berge besteigen wollten, alle Meere und Städte erkunden wollten, den Nordpol oder den Südpol kennen lernen wollten und dass natürlich mit bequem mit Flugzeug, Schiff und Auto gebe es keinen Sauerstoff auf unserer Erde.

Ein Sinn kann sein die Vermeidung von Inzucht. Es Reisen in der Regel die stärksten Lebewesen je Gattung. Der Mensch hat die Gabe mehr Güter zu produzieren als er braucht oder er hat kräftige Muskeln zum wandern oder kämpfen.

Ein Sinn kann sein zuerkennen wie schön ist doch die eigene Heimat, die bekannten Mensch, Tiere und Natur und all dies mit neuem Elan zu beschützen.

Ein Sinn kann sein soziale Ungleichheit zu vermindern mit seinem Überfluss.

 

 

Ein weiters Thema zur spähter Stund war, alle Menschen die an den einen Gott glauben zu einigen.

Der Ökumenische Rat der Kirchen / ÖRK (auch: Weltkirchenrat) war und ist ein Schritt in die Richtung.

 

Gedanken zum Thema „ Oberhirte aller Gottesgläubigen“ von H. Piesch

 

Grundfrage: Warum bekriegen, töten sich die Menschen wegen der Religion obwohl sie doch alle an den gleichen Gott glauben, Nachkommen von Abraham sind mit der Auflage sich zu vermehren das Leben zu erhalten? Mein Aufruf: Religionen vereinigt euch, also nicht nur die Christen ohne religiöse Schranken.

 

Warum eine Führung:

Es ist immer wieder aus der Geschichte der Menschheit zu erkennen, dass eine Führung einer Menschengruppe, einer Familie, einer Sippe, eines Stammes, eines Landes, einer Nation usw. einen Sinn hat und sich über Jahrtausende bewährt hat wenn es dem Leben dient.

Die Gruppe „Männerschmieden“ zerfällt, wenn es keinen Leiter gibt und der Sinn zum Leben nicht erkennbar ist. Warum schaffen es die europäischen Länder die Länder oder die UNO eine Vereinigung zu schaffen und die Religionen zu dem einen Gott schaffen es nicht?

Wenn ich an einen Gott glaube erkenne ich eine Führung an.

 

Grundproblem:

Die Menschen jeder Religion behauptet von sich die wahre Religion zu haben. Sie begründen es mit dem glücklichen Gefühl und Bestand über Jahrhunderte, also Gott ist auf ihrer Seite. Sie wollen oder können sich nicht vorstellen, dass es nur ein kleines Glücksgefühl ist, wenn ich die Gebote nicht komplett befolge, also z.B. „Du sollst nicht töten“.

Mit Bescheidenheit währe auch hier eine von vielen Lösungen möglich.

 

Erster Gedanke:

Alle christlichen Religionen wählen über ihre Anführer einen Oberhirten der Christen oder ein Parlament (ein Rat) der Christen, wie z.B. das europ. Parlament, die UNO wo die Leitung über die Jahre zu den einzelnen Religionen wechselt. Die christlichen Religionen erkennen sich gegenseitig an und haben ein gemeinsames Ziel „ Die Erhaltung des Lebens mit Gottes Hilfe“.

 

Zweiter Gedanke:

Alle Religionen die an den einen Gott glauben wählen über ihre Anführer einen „Oberhirten der Gottesgläubigen“ oder ein „Parlament (ein Rat) der Gottesgläubigen“ mit wechselnden Leitungen. Die Religionen erkennen sich gegenseitig an und haben ein gemeinsames Ziel „Die Erhaltung des Lebens mit Gottes Hilfe“. Wenn die Moslem-Brüder sich nicht direkt einigen können, so sind sie doch hier unter einer Schirmherschaft.

 

Dritter Gedanke:

Die Hauptaufgabe für den Oberhirten (Rat) ist „Die Erhaltung des Lebens“?

Die vielen ungläubigen Menschen von der Einigkeit der Gotteskinder und ihr Eintreten für das Leben zu überzeugen, jeder in seiner Religion und ohne Zwang zu der Einhaltung der Gottes Gebote und zum Frieden ohne Gewalt zu bekehren.

Die soziale Gerechtigkeit, ohne Überfluss und Umweltzerstörung, die Erhaltung der Gottesschöpfung und somit die Verhinderung der Glaubenskriege.

Die Führer oder Vertreter der Religionen reden miteinander und empfehlen mit einer Stimme den Politikern ihre Meinung, den Gläubigen ihre Botschaft.

 

 

 

 
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Männerschmieden am Großenbachstausee
Irgendwie drängt es uns ins Freie, wann immer das Wetter es zulässt. Nach dem Gartenhitzeabenteuer bei Matthias Oswald im Juli zog es uns diesmal in die Schmiedefelder Flur zum Großenbachstausse. Harald Piesch und Jürgen Wolfram hatten den Abend kulinarisch vorbereitet, Harald hatte sogar seinen Rost und Saalfelder Bier eingepackt, und so konnten wir in echter Thüringer Art essen. Es war gut, etwas mehr dabei gehabt zu haben, nämlich für die erfolglosen Angler in der Nachbarschaft. Schwimmen ließen die Wassertemperaturen nicht zu, und doch gingen zwei von uns ins Wasser. Auch Kneippsches Wassertreten wurde ausprobiert. Die Fische hatten offenbar auch selbiges vorgezogen.
Nach der kulinarischen Stärkung hielt Dieter die Wacht am Feuer und 11 der 12 gingen auf einen Abenteuerspaziergang in einen Schacht, staunten über die Bewetterung, die auch nach Jahrzenten noch funktionierte. Mit dem Bergmann aus dem Saalfelder Christnachtspiel rufen wir: „Da unten wäre es vermessen, den Schutz des Herrgotts zu vergessen. Bis heute gilt im Bergmannsstand: wir wissen uns in Gottes Hand!“.
Als dann die Sonne untergegangen war, gab Christian Impulse mit einer Lesung aus der Apostelgeschichte. Es entspann sich alsbald ein lebhafter Disput über Einheit und Vielfalt der Kirche. Die einen wünschen sich einen christlichen Oberhirten, der väterlich führt und alle folgen. Die anderen schätzen die Vielfalt und auch Eigenheiten der Glaubensrichtungen. Der kleinste gemeinsame Nenner war recht groß: egal ob evangelisch oder katholisch, Hauptsache die Kirche ist treu und nahe bei jedem einzelnen Menschen. Gegenseitige Vertretung der Amtspersonen (in Kasualien) ist möglich. Wird das bald normal sein?
Um die Schönheit des Abends abzurunden, kam gegen Mitternacht ein fast voller Mond durch die Baumwipfel und beleuchtete uns beim Aufräumen und auf dem Weg nach Hause.
 
Das nächste Männerschmieden ist am Freitag, dem 25. Oktober 2013.
Kontakt: Pfarrer Christian Sparsbrod, Telefon Saalfeld 03671-455-647.

 

 

 

 
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Beim Männerschmieden am 5.April waren wir zunächst Gast
in der Polizeiinspektion in Saalfeld. Kriminaloberrat Gregor Zeh,
der die Saalfelder Polizeit-Berhörde leitet, führte uns ca.drei Stunden
durch die Häuser bzw. hielt uns einen Vortrag über die Strukturen
der Thüringer Polizei und die verschiedensten Aufgaben der
Polizei. Nach diesem sehr interessanten Teil des Abends
gingen wir ins Gemeindehaus und aßen dort Abendbrot,
das Marcus vorbereitet hatte. Wir sprachen über die Frage,
wieviel Autorität Lehrer, Polizei oder auch Pfarrer heute genießen.

Im Laufe des Abends kamen wir auf einen Text von Jörg Zink zu
sprechen, in dem er sagt, dass das Christentum seit 1600 Jahren
die Ethik der Gewaltlosigkeit, die Jesus verkündet hat, nicht
ernst genommen hat. Auch behauptet Jörg Zink, dass andere
Religionen in Fragen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung
der Schöpfung weiter sind als wir Christen. Dies wurde sehr
kontrovers dann unter uns Männern diskutiert.

Das nächste Männerschmieden ist am 31.Mai 2013.

 


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