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Tolle Gastfreundschaft und was zu Lachen

 
Referent und gleichzeitig Gast zum Männerschmieden am 27. Mai 2011 war Pfarrer i.R. Dr. Rainer Hennig aus Ludwigstadt. Wenngleich der ehemalige Umweltbeauftragte der bayrischen Landeskiche am Rande die Umweltinitiative der Mitteldeutschen Landeskirche "Klimawandel - Lebenswandel" ausdrücklich lobend erwähnte, wurde diese dennoch nicht weiter thematisiert, zumal es beim letzten Treffen Ende März erst darum ging. Zu diesem Männerschmieden waren keine Diskussionen tiefsinniger Natur, sondern ganz simpel Spaß und Lachen angesagt.
Um Dr. Hennig ein wenig entgegenkommen zu sein, fuhren wir nach dem Friedensgebet, zu dem auch einige Männer unserer Runde teilnahmen, nach Probstzella. Dort fanden wir in Pfarrer Christian Leist-Bemmann einen Gastgeber, der der sprichwörtlichen Thüringer Gastfreundschaft alle Ehre machte: Da in den Gemeinderäumen im Pfarrhaus eine andere Veranstaltung stattfand, stellte er uns einen privaten Raum zur Verfügung. Ein ganz großes "Dankeschön" an dieser Stelle.
Zunächst einmal besichtigten wir die Kirche von Probstzella und sangen darin auch ein paar Lieder, dann speisten wir zünftig in Pfarrers Gemächern zu Abend. Anschließen gab es auf Wunsch von Dr. Hennig eine Vorstellungsrunde, in der jeder ein wenig über sich und seinen Beruf erzählte. Wie unser Pfarrer Christian Sparsbrod bemerkte, sind solche Runden immer wieder interessant, selbst wenn man sich schön über Jahre kennt. Für einen wie mich persönlich, nach Saalfeld zugezogen, auch beim Männerschmieden nicht von Anfang an dabei, und auf Grund von Schichtarbeit auch nicht jedes zugegen, ist es eh schön, mehr von denen zu hören, mit denen ich an einem Tisch sitze.
Es wurde so in etwa 21.00 Uhr, als wir zum eigentlichen Thema des Abends übergingen, dem jüdischen Witz. Es ist schon eine besondere Art Humor, wie die Juden über sich selbst lachen können, so besonders, das sie selbst einen Dr. Hennig, der sich selbst als einem humorlosen Menschen bezeichnete, begeistern kann. Bei seinen Ausführungen zitierte er aus zwei Büchern, per Overhaed warf er Illustrationen an die Wand.
Besonders angetan scheint Dr. Hennig von Jecken-Witzen zu sein. Jecken nennt man Juden mit typisch deutschen Verhaltensmustern. Kleines Beispiel: Ein Jecke liegt auf dem Sterbebett, um ihn ist seine ganze Familie versammelt. Der Sterbende fragt nacheinander seine Frau, die beiden Söhne und auch die Tochter, ob sie denn da seien, und nachdem alle die Frage bejaht hatten, weil sie in einer solchen Stunde doch bei ihm sein müssten, fragte er Jecke fast erbost: "Und wer ist jetzt im Laden?"
 
Enno Pfaffenberger